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G1 Junge NussbĂ€ume - Ein Indikator fĂŒr den Klimawandel?

Antonia und Georg Linke

Ratsgymnasium Peine

Die EindĂ€mmung des Klimawandels ist eine der großen Herausforderungen der nĂ€chsten Jahrzehnte. Da wir in Europa bislang wenig vom Klimawandel betroffen sind, ist es fĂŒr die Akzeptanz notwendiger politischer VerĂ€nderungen wichtig, die auch bei uns bereits vorhandenen klimatischen VerĂ€nderungen sichtbar zu machen und von weiteren menschengemachten Fehlentwicklungen in unserer Umwelt zu trennen.
Auf unserem Schulweg wachsen vermehrt junge NussbĂ€ume am Straßenrand.
Ist das in anderen Gebieten auch so? Ist das eine Folge des Klimawandels?
Um diese Frage zu klÀren, haben wir ca. 800 BÀume in Gebieten unterschiedlicher Niederschlagsmengen und Bodenstrukturen im Umfeld des Harzes vermessen und kartiert sowie eine digitale Lösung mit Handyeingabe geschaffen, die derartige Untersuchungen effizient gestaltet.
Dabei haben wir herausgefunden, dass tatsÀchlich unerwartet viele junge NussbÀume zu finden sind und dies durch das Ausbleiben von SpÀtfrösten in den letzten Jahren belegt.

3. Platz

G2 Katastrophenschutz im Vorgarten

Klara Geissen und Merle Ernst

Gymnasium am Kattenberge, Buchholz

Bei unserem Projekt handelt es sich um experimentelle Untersuchungen zur Verbesserung des Wasserspeichervermögens von Böden. Ziel unserer Experimentreihe ist es, Überschwemmungen zu verhindern/verzögern. Um das zu erreichen, untersuchten wir Stoffe, die potenziell geeignet sind, das Wasserspeichervermögen eines Bodens zu erhöhen, wenn sie in die oberen Bodenschichten eingebracht werden. Maßgeblich dabei war, dass diese Stoffe ökologisch unbedenklich und fĂŒr jedermann erschwinglich sind.

G3 Beobachtung und Auswertung der Exoplanetentransits von HAT-P-16 b und KELT-16 b

Konstantin Lehan und Ole Sandmann

Angelaschule OsnabrĂŒck

Wir haben uns mit der Beobachtung und dem Nachweis von bereits bekannten Exoplanetentransits beschĂ€ftigt. DafĂŒr haben wir die Helligkeit von zwei Sternen jeweils ĂŒber einen Zeitraum von einigen Stunden mit dem 20 cm Schulteleskop der Angelaschule OsnabrĂŒck beobachtet und die Aufnahmen im Anschluss mit dem Programm AstroImageJ analysiert. Unsere qualitativ hochwertigen Daten ließen die Bestimmung von Parametern der Transits zu, die im Rahmen der Messgenauigkeit mit Literaturwerten ĂŒbereinstimmten. Gerade weil diese Beobachtungsmethode erst seit etwa 25 Jahren zum Nachweis von Exoplaneten eingesetzt wird, sind wir von der Detektionsmöglichkeit mit unserer Schulsternwarte begeistert.

1. Platz

G4 Untersuchung zum Stickstoffaustrag in landwirtschaftlich genutzten Böden

Lena KĂŒmmerling

Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule Göttingen-Geismar

Anhand meines Projektes wird die Transportrate von Nitrat in grobkörnigem Sandboden bzw. die Auswaschung des Nitrats in AbhĂ€ngigkeit des Volumens applizierter FlĂŒssigkeit untersucht. HierfĂŒr wird zunĂ€chst das Porenvolumen des Sandbodens bestimmt, um das Volumen der folgenden Applikationen danach zu richten. Dann werden die AnsĂ€tze mit einer Natriumnitrat-Lösung gespiket, und durch Applikation destillierten Wassers wird das Porenvolumen mehrmals ausgetauscht. Das aufgefangene Abtropfwasser der SpĂŒlungen wird quantitativ auf Nitrat analysiert. Mein Projekt legt so den Grundstein fĂŒr weitere Versuchsreihen mit feinkörnigerem Boden (Schluff oder Ton). Aus dem Vergleich der Transportraten in den unterschiedlichen Bodenarten können SchlĂŒsse ĂŒber den Zusammenhang der Bodenbeschaffenheit von Ackerboden und der Nitratauswaschung in darunter gelegenem Grundwasser gezogen werden, was wiederum wertvolle Erkenntnisse ĂŒber Umwelt- und Naturschutz liefert - ein Thema von höchster AktualitĂ€t!

2. Platz

 

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