A1 Mobile Feinstaubmessung im Stahlbau

Nils Brettschneider

Halepaghen-Schule, Buxtehude

Feinstaub ist eine der Hauptursachen fĂŒr schwere Lungen- und GefĂ€ĂŸkrankheiten, welche besonders hĂ€ufig an ArbeitsplĂ€tzen entstehen. Mit meinem mobilen, kostengĂŒnstigen und wetterfesten Feinstaubsensor habe ich in ArbeitsrĂ€umen des Stahlbaus der Herbert Dammann GmbH, in denen geschliffen, geschweißt und gesĂ€gt wird, Messwerte erfasst und diese anschließend analysiert und ausgewertet. Mit meinem Projekt möchte ich Unternehmen bei der Erfassung der eigenen Feinstaubkonzentration unterstĂŒtzen und durch die Analyse der Messergebnisse mögliche Lösungen fĂŒr hohe Feinstaubkonzentrationen aufzeigen.

A2 Durch Schwarmintelligenz zum Schachsieg?

Nils Wolter und Jurek Gronau

Gymnasium Eversten Oldenburg

Auf Grund der immer besser werdenden Schachcomputer, stellte sich uns die Frage, ob menschliche Gehirne, welche kooperativ als Team arbeiten, auch starke Schachprogramme schlagen können.
Hierzu lassen wir die Probanden zunĂ€chst einzeln fĂŒnf Partien auf der Schachwebsite chess.com gegen einen Schachcomputer mit der Elo-Zahl 1800 antreten und ermitteln einen durchschnittlichen Wert der ZĂŒge und notieren den Ausgang des Spiels.
Anschließend lassen wir die Probanden gemeinsam möglichst viele Partien gegen den Computer antreten.
Die Werte, welche die Probanden beim gemeinsamen Spielen gegen den Computer erzielen, vergleichen wir mit denen, die sie in den Einzelpartien erspielt haben.
Entgegen unserer Erwartung, verbesserten nicht alle Spieler ihr Ergebnis. Zwar konnten die Probenden durchschnittlich, im Vergleich zu den Einzelpartien, 31 ZĂŒge mehr spielen, jedoch waren alle Partien Niederlagen. Deshalb verschlechterte sich ein Proband, welcher zuvor Remis spielte.

A3 Natriumacetat, ein Stoff fĂŒr die Zukunft?

Marlene Meyer und Mareike Liebs

Gymnasium Sulingen

2020 war der Sektor Energie, der Sektor mit dem höchsten CO2 Ausstoß in Deutschland. Um die Klimaziele, wie z.B. die Nutzung fossiler Brennstoffe zu minimieren, eine verringerte Menge an Treibhausgasen etc. einhalten zu können, mĂŒssen zukunftsorientierte und emissionsarme Alternativen zu den herkömmlichen Gas- oder Ölheizungen gefunden
werden. Schon im vergangenem Projektjahr haben wir uns mit dem LatentwÀrmespeicher
Natriumacetat beschĂ€ftigt. Wir schafften es, eine Heizung in der Theorie zu entwickeln, die mithilfe von Natriumacetat betrieben wird und somit viel CO2 effizienter ist als die herkömmlichen Alternativen. In diesem Jahr versuchen wir, die Heizung bis zu einem funktionierenden Prototyp weiter zu verbessern. Dieser Prototyp soll anschließend die wichtigsten Aspekte (DĂ€mmung, externer “Heizungsraum” etc.) einer herkömmlichen Heizung erfĂŒllen, um an mit anderen Heizstoffen vergleichbare Werte zu kommen.

1. Platz

A4 Das Leben auf unseren Masken - Metagenomanalyse des Mund-Nasen-Schutzes

Joël van Greuningen, Lisa Hollstein und Lena Abeln

Medizinische Hochschule Hannover

Durch die COVID-19 Pandemie sind wir alle dazu gezwungen, tĂ€glich einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Dieser soll uns und andere vor einer möglichen Infektion schĂŒtzen. Allerdings kommt es nicht selten vor, dass die Masken lĂ€nger als empfohlen getragen werden. In diesem Zusammenhang erforschen wir, welche Mikroorganismen nach bestimmten TragezeitrĂ€umen auf unseren Masken leben.
Hierzu extrahieren wir die mikrobielle DNA aus den Masken, sequenzieren diese und analysieren das Ökosystem Maske. In einer Versuchsreihe untersuchen wir das Mikrobiom von unseren eigenen Masken in AbhĂ€ngigkeit von der Tragedauer. In einer anderen untersuchen wir trĂ€gerspezifische Unterschiede (z.B. durch den Arbeitsplatz oder Rauchen), wofĂŒr wir Masken weiterer Personen hinzuziehen.
Des Weiteren testen wir gÀngige Reinigungsmethoden (z.B. im Backofen) auf ihre EffektivitÀt. Wir analysieren die MaterialverÀnderung und den Bewuchs.

3. Platz

A5 „to be or not to be“ - COVID-Diagnose in unter zehn Minuten

Jan Kniefert

Gymnasium „In der WĂŒste“, OsnabrĂŒck

Die COVID-Pandemie lĂ€sst nicht nur Deutschland, sondern die ganze Welt seit fast zwei Jahren den Atem anhalten. Einige Patienten mĂŒssen im Krankenhaus behandelt werden. Aber die Diagnosesicherung ist bis heute nur mittels PCR möglich. In dem Projekt soll es darum gehen, eine möglichst sichere COVID-Diagnose noch vor dem Ergebnis des PCR-Tests zu bekommen. Die hohe Frequenz von Einlieferungen neuer COVID-VerdachtsfĂ€lle bindet medizinisches Personal und KapazitĂ€ten. Beides ist in der Pandemie knapp. Bis zur gesicherten COVID-Diagnose durch eine PCR vergehen oft mehrere Stunden. Stunden, in denen die Patienten COVID-KapazitĂ€ten binden, die sie eigentlich nicht benötigen und unter UmstĂ€nden sogar falsch behandelt werden. In dem Projekt möchte ich versuchen, mit radiologischer Bildgebung und ergĂ€nzenden Messwerten, wie zum Beispiel Blutbild oder Temperatur des Patienten bereits vor Ergebnis der PCR eine aussagekrĂ€ftige COVID-Diagnose zu stellen.

A6 Brauche ich einen Rettungswagen?

Julian Mossakowski

Martino-Katharineum Braunschweig

Mit meinem Projekt „Brauche ich einen Rettungswagen?“ möchte ich ein gefĂ€hrliches Problem in unserer Gesellschaft angehen. Die Zahl der FehleinsĂ€tze im Rettungsdienst ist in den letzten Jahren immens angestiegen. Statt des Besuchs beim Hausarzt oder dem Ă€rztlichen Notdienst, wird aus Bequemlichkeit der Rettungsdienst gerufen. Diese Entwicklung kostet KapazitĂ€ten, die bei echten NotfĂ€llen fehlen. Um diesem PhĂ€nomen entgegenzuwirken, habe ich eine App fĂŒr Android entwickelt und programmiert. Mit prĂ€zisen Fragen wird der Patient durch die App gefĂŒhrt und auf die Schwere des Notfalls geprĂŒft. Das Ergebnis zeigt dem Patienten auf, ob der Besuch des Hausarztes, des Ă€rztlichen Notdienstes oder die 112 zu empfehlen wĂ€re. Dies geschieht unter der BerĂŒcksichtigung, dass bei Unsicherheiten immer die 112 zu rufen ist. Die Fragen aus der App wurden mit medizinischem Personal abgestimmt.

2. Platz

 

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