Jugend forscht Niedersachsen > Teilnehmer 2017 > Geo- und Raumwissenschaften


Geo- und Raumwissenschaften

G1 Untersuchung des Radongehalts in öffentlichen und privaten Gebäuden

Katharina Haupt,

Gymnasium am Kattenberge, Buchholz


In meinem Projekt wird die Radonbelastung innerhalb der Stadt Buchholz i.d.N. gemessen. Radon ist ein radioaktives Gas, welches ein natürliches Zerfallsprodukt von Uran-238 ist. Jährlich sterben etwa 1900 Menschen an Lungenkrebs infolge von Radon. Damit ist es die zweitwichtigste Ursache für die Entstehung von Lungenkrebs in Deutschland.
Aktuell wird die 2013/59/Euratom Richtlinie umgesetzt, in deren Rahmen über geeignete Grenzwerte von 100 oder 300 Bq/m³ für Radonschutzgebiete diskutiert wird. Würde dieser Grenzwert 100 Bq/m³ betragen, könnten 300 Todesfälle jährlich verhindert werden.
Für meine Arbeit werden über die Stadt verteilt vier Messungen in privaten und öffentlichen Gebäuden durchgeführt. An jedem Messpunkt wird eine Kurzzeitmessung und eine Langzeitmessung durchgeführt.
Die Ergebnisse belegen, dass deutlich höhere Radonkonzentrationen als vermutet in den untersuchten Räumen auftreten können und dass die Belastung stark mit dem Aufbau des Untergrundes sowie den Wetterverhältnissen zusammenhängt. Zusätzlich konnte gezeigt werden, dass schon durch einfachste Mittel die Radonkonzentrationen stark verringert werden kann.

G2 Nachweis eines interstellaren Mediums - Landessieger

Philip Held und Andreas Schröter,

Josephinum Hildesheim


Wenn ein interstellares Medium in Form von Gas und Staub existiert, dann absorbiert es Licht. Wir haben diese Absorption mit einer eigens entwickelten Methode nachgewiesen. Die Auswertung der selbst aufgenommenen Bilder von offenen Sternhaufen ergab, dass das Licht eines Sternhaufens um so mehr abgeschwächt wird, je weiter er von der Erde entfernt ist.
Diese Abschwächung ist die Folge der Absorption des Lichtes durch ein interstellares Medium, dessen Nachweis wir somit erbracht haben.

G3 Vom Moorsee zum vergessenen Niedermoor - 3. Platz

Lasse Riegel und Malte Hemmieoltmanns
Gymnasium Westerstede Europaschule


An der Grenze zwischen den Landkreisen Friesland und Ammerland liegt ein Stück Ödland zwischen Ackerflächen. Auf Landkarten wird dieses Ödland als Baasenmeer bezeichnet. Aber schon auf der Preußischen Landnahme (genaue Karte von 1900) wird dieser Bereich als Sumpf - bzw. Ödland bezeichnet.
Erst in der alten Vogteikarte von 1798 findet man an dieser Stelle einen See mit dem Namen Baasenmeer.
Wir haben uns bei einem Heimatforscher und bei einem Naturschutzbeauftragten nach diesem See erkundigt, aber beide sagten, darüber ist wenig bekannt, das war schon immer versumpft.
Wir haben uns dieses Gebiet genauer angesehen und mit einem Erdbohrer an mehreren Stellen in die Tiefe gebohrt. Wir fanden nur Niedermoortorf und der Torf ging so tief hinab, dass wir bisher noch keinen ausreichend langen Bohrer fanden.
Aber wir haben das Ödland schon genau vermessen und halten ihn für einen verlandeten See. Aber warum ist dieser See bzw. das heutige Niedermoor so tief? Das wollten wir herausfinden!

G4 Landunter in Miami Beach?! - 2. Platz

Jacqueline Thamm,

Gymnasium Bad Nenndorf


Bekanntlich liegt Miami Beach durchschnittlich nur knapp über dem Meeresspiegel. Durch den stetigen Anstieg dessen (Klimawandel) und durch den besonderen geologischen Untergrund Miami Beachs ("Miami-Kalkstein") droht die Stadt in den nächsten Jahrzehnten immer mehr überflutet zu werden. Folglich werden immer weitere Stadtteile verloren gehen.
In meinem Projekt habe ich mir Höhendaten von Miami Beach besorgt und diese so weit aufbereitet, dass ich realistische "Restland"-Karten - nach den bekannten Anstiegsszenarien - zeichnen konnte. An diesen Karten kann man nun sehr deutlich ablesen, welche Straßenzüge, Gebäude und Plätze konkret betroffen sein werden.
Mein Ziel ist es nun, aus diesen Karten Schlüsse zu ziehen, inwieweit man Menschen vor Ort umsiedeln kann. Außerdem möchte ich versuchen einzuschätzen, ob überhaupt Hoffnung besteht, und letztlich herauszufinden, wie hoch der Schaden sein wird.


© TU Clausthal 2017