Jugend forscht Niedersachsen > Geo- und Raumwissenschaften


G7 Strukturuntersuchung der Scutum-Wolke bezĂŒglich ihrer Helligkeit - Landessieger

Till Felix Weismann und Mohamad Al Farhan

Bischöfliches Gymnasium Josephinum, Hildesheim

In unserer Arbeit befassen wir uns mit der hellen Milchstraßenwolke im Sternbild Schild. Wir untersuchen, worin diese gegenĂŒber ihrer Umgebung deutlich grĂ¶ĂŸere Helligkeit begrĂŒndet ist: Handelt es sich um ein Gebiet erhöhter Sterndichte, vielleicht verursacht durch einen Spiralarm der Milchstraße? Oder ist die Schildwolke ein optisches PhĂ€nomen, verursacht durch Dunkelwolken in der Umgebung? Dazu fĂŒhren wir basierend auf Sternzahlen eine Simulation zur Dichtebestimmung durch und berechnen Sterneigenschaften sowie Lichtabsorption aus Farbmessungen. Damit können wir einen „nahen“
Spiralarm in ca. 6000 Lichtjahren Entfernung identifizieren, der fĂŒr diese Helligkeit verantwortlich
ist, und so zudem die Spiralstruktur der Milchstraße nachweisen.

G1 Arduino sucht Kunststoffe in Sedimentproben

Urs-Felix Meyer

IGS Osterholz-Scharmbeck

In meinen letzten Jugend-forscht Arbeiten habe ich eine kostengĂŒnstige Methode zur Erstellung von Reflexionsspektren erarbeitet. Ziel meiner Arbeit war die Erkennung verschiedener Kunststoffsorten. Mit dieser Arbeit möchte ich herausfinden, ob die Methode „Spektrum ohne Spektrometer“ geeignet ist, Kunststoffanteile in Sedimenten zu detektieren. Durch Erhitzen habe ich alles Plastik aus einer Sedimentprobe entfernt. Das Reflexionsspektrum dieser kunststofffreien Probe nutze ich als Referenz fĂŒr die Beurteilung der Reflexionsspektren von Umweltproben und kĂŒnstlich verunreinigten Sedimenten. Durch Dichteseparation habe ich die vermessene Umweltprobe Elba 2 aufgetrennt. Eine Analyse vom Alfred Wegener Instituts zeigt, was in der Probe steckt.

G2 Das Wetter im Windkanal

Mohammad Yousif

Gymnasium Johanneum LĂŒneburg

Um das Wetter besser vorhersagen zu können, wird stĂ€ndig das Verhalten von kleinen Wassertröpfchen in der AtmosphĂ€re erforscht, denn diese sind fĂŒr viele WetterphĂ€nomene wie z.B. Niederschlag, Nebel oder auch fĂŒr die Wolkenbildung mit verantwortlich. Das Verhalten solcher Teilchen hĂ€ngt jedoch von vielen Faktoren ab und das erschwert die genaue Modellierung von WetterphĂ€nomenen. Ich habe mir die Frage gestellt, welche Faktoren genau das Verhalten von Wassertröpfchen beeinflussen und wie diese Beeinflussung ablĂ€uft. Dazu habe ich verschiedene Versuche zur Aerodynamik von Wassertröpfchen durchgefĂŒhrt, um das Verhalten dieser Teilchen genauer zu untersuchen und damit langfristig zur Optimierung der Wettervorhersage beizutragen. Aus demselben Grund habe ich auch das Flugverhalten der Wassertröpfchen untersucht. Die Experimente habe ich alle in einem selbstgebauten Windkanal durchgefĂŒhrt, an dem ich bisher die Temperatur und die Windgeschwindigkeit verĂ€ndern kann. Im Weiteren möchte ich noch weitere GerĂ€te anbauen, um z.B. elektrische und magnetische Felder zu erzeugen.

G3 Es grĂŒnt so grĂŒn in Laatzen

Charlotte Wöbbecke, Erich KÀstner Gymnasium Laatzen

Pauline WĂŒnsch, St. Ursula-Schule Hannover

Im Zuge des Klimawandels werden StĂ€dte immer heißer und es bilden sich im Sommer sogenannte urbane WĂ€rmeinseln. Nach solchen Hitzewellen sterben besonders alte Menschen und SĂ€uglinge. Das StadtgrĂŒn spielt eine wichtige Rolle zur AbkĂŒhlung der Stadt. Besonders große StraßenbĂ€ume leisten einen wertvollen Beitrag zur KĂŒhlung und zur Reinigung der Stadtluft. In einem Schulprojekt wurden BĂ€ume in Laatzen bestimmt, ihr Gesundheitszustand erfasst und die GPS Daten aufgenommen. Dieser Datensatz bildet die Grundlage zur Bearbeitung unserer Fragestellung, ob es einen Zusammenhang zwischen Standort, Baumart und Gesundheitszustand der BĂ€ume gibt. HierfĂŒr werden die BĂ€ume nach Arten, Zustand, Mistelbefall und Untergrund auf einer digitalen Karte dargestellt. Unsere Hypothese ist, dass BĂ€ume an ParkplĂ€tzen in einem schlechteren Gesundheitszustand sind, als BĂ€ume in Parks oder GĂ€rten und dass einzelne Baumarten den besonders heißen Sommer von 2018 besser ĂŒberstanden haben als andere.

 

G4 Experimente in der StratosphÀre

Frederik Georgius, Lukas Ungefug und Johannes Möller

CĂ€cilienschule Wilhelmshaven

Nach letztjÀhriger Teilnahme mit der Auswertung der Daten eines Wetterballonfluges, haben wir mit neuer Teamaufstellung einen weiteren Wetterballon mit einer anderen Mission gestartet.
Unsere Missionsziele waren im Vergleich zum ersten Start eine möglich durchgehende Höhenmessung, die Verbesserung der Messeinheiten zur Erfassung verschiedener Daten (z.B. Temperatur) und die Betrachtung der Geschwindigkeiten.
Unser Hauptziel war es, die Strahlungs-Abschirmung von Materialien anhand des sogenannten Pfotzer-Maximums in der StratosphÀre zu testen. Leider war der Ballon-Flug nicht so erfolgreich, sodass wir dazu nur unsere Vorversuche auswerten und theoretische Betrachtungen hinzuziehen können.
Unsere Reflexion wird sich dementsprechend um die Ballonmission als solche drehen, da wir unsere Erfahrungen fĂŒr weitere Ballonstarts sammeln wollen.

 

 

G5 „Geht Barbara im Klee, kommt das Christkind im Schnee“
 stimmen die alten Bauernregeln aufgrund des Klimawandels immer weniger?

Jan Kniefert

Gymnasium In der WĂŒste, OsnabrĂŒck

In dem Projekt geht es darum, althergebrachte Bauernregeln anhand von Wetterdaten ab dem Jahr 1781 statistisch zu ĂŒberprĂŒfen. Zuerst habe ich die Bauernregeln, die meist nur in Versform ĂŒberliefert worden sind, â€žĂŒbersetzt“, sodass es möglich war, sie unter Zuhilfenahme der Wetterdaten zu ĂŒberprĂŒfen. Anschließend wurden die Bauernregeln auf ihre VorhersagefĂ€higkeit getestet. Die dabei entstandenen Daten wurden in Grafiken dargestellt, damit die Richtigkeit der von den Bauernregeln getroffenen Vorhersagen veranschaulicht werden konnte. Abschließend diskutierte ich den Verlauf der Vorhersagegenauigkeit.

G6 RadioaktivitÀt in Braunschweig

Eva-Maira Rösel, Aleyna Aydin und Ella Lienesch

Hoffmann-von-Fallersleben-Schule, Braunschweig

In unserem Projekt wollen wir mit einem selbstgebauten Geiger-MĂŒller-ZĂ€hlrohr der RadioaktivitĂ€t
in Teilen Braunschweigs auf die Schliche kommen. Wir sind auf die Idee gekommen, da wir von Wissenschaftlern gehört haben, die mit radioaktiver Strahlung in Braunschweig experimentierten.
ZunĂ€chst haben wir mit den Geiger-MĂŒller-ZĂ€hlrohren der Schule gemessen. Diese zeigten zum Teil bereits hohe Werte an radioaktiver Strahlung in Teilen Braunschweigs an. Um genauere Werte heraus zu bekommen und um sicher stellen zu können, dass diese Werte auch richtig sind, haben wir unser eigenes MessgerĂ€t (Geiger-MĂŒller-ZĂ€hlrohr) gebaut. Am Ende vergleichen wir die Werte der verschiedenen MessgerĂ€te miteinander. Dann schauen wir, ob es in Braunschweig besondere Abweichungen gibt.

G8 Untersuchung des Dopplereffektes der Wasserstoff-H1-Linie in der Milchstraße

Philip Pohl

Christian - Gymnasium Hermannsburg

Unsere Milchstraße besteht aus einer sehr großen Anzahl von Sonnen, die um ein Massezentrum
kreisen. Sie erscheint am Nachthimmel als ein helles Band, das sich ĂŒber den gesamten Himmel erstreckt. Einzelne Sterne kann man erst mit hinreichend großen Teleskopen erkennen. Die mit bloßem Auge erkennbaren Sterne befinden sich im gleichen Spiralarm wie unsere Sonne und liegen in unmittelbarer Nachbarschaft. Außerdem enthĂ€lt der Raum zwischen den Sternen große Mengen an atomarem Wasserstoff. Dieser sendet bei einer Frequenz von 1420 MHz Radiostrahlung aus, die mit einem Radioteleskop empfangen werden kann. Da sich dieser Wasserstoff mit den Spiralarmen mitbewegt, entsteht durch den Dopplereffekt eine Frequenzverschiebung. Ziel dieses Projektes ist, diese an ausgewĂ€hlten Stellen zu untersuchen und daraus RĂŒckschlĂŒsse auf die Dynamik der Milchstraße zu ziehen.

 

2019