B1 - 2.Platz - Quantitative Bestimmung von Bodenbakterien nach Einsatz verschiedener Herbizide bzw. DĂĽngemittel

Beke Katharina Eichert

Gymnasium LĂĽneburger Heide, Melbeck

Die Bearbeitung von Weideflächen für die Pferdehaltung erfordert den Einsatz von Düngemitteln, um die Versorgung des Grases mit Nährstoffen und die Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit sicherzustellen. Herbizide werden eingesetzt, um Pflanzen abzutöten, die giftig für Pferde sind oder von ihnen nicht gefressen werden. Was passiert beim Düngen und „Spritzen“ im Boden? In meinem Projekt habe ich Antworten auf diese Frage bekommen. Grassaat wurde auf drei verschiedene Bodenarten ausgesät. Anschließend wurden diese Grasflächen entweder mit einem mineralischen N-Dünger, mit einem von zwei verschiedenen organischen NPK- Düngern oder mit den Herbiziden Finalsan bzw. Permaclean behandelt. 48 Stunden bzw. acht Tage nach dem Düngen bzw. „Spritzen“ wurden jeweils Laborproben entnommen, die mit Hilfe von Nähragarplatten auf ihren Keimgehalt untersucht wurden. Die quantitative Auswertung der Platten ergab, dass die Düngemittel bzw. Herbizide sich unterschiedlich auf den Keimgehalt im Boden auswirken.

B2 Krieg der Muscheln!!! Verdrängt die Pazifische Felsenauster die heimische Miesmuschel?

Lina Gaumann, Imke Lopper und Toni Dragojevic

Gymnasium Syke

In vielen Fachartikeln wird die Hypothese aufgestellt, dass die eingeschleppte Pazifische Felsenauster die im norddeutschen Wattenmeer heimische Miesmuschel verdrängt. Im Biologieunterricht, Bereich Ökologie, wurde dieses Thema mit den so genannten „invasiven Arten“ angeschnitten. Wir bewarben uns daraufhin beim „Meereswettbewerb“, bei dem als Preis eine Fahrt auf dem Forschungsschiff „Aldebaran“ ausgeschrieben war. Wir gewannen den Meereswettbewerb und hatten somit die Möglichkeit im Juli 2015 eine Woche auf dem Segelboot „Aldebaran“ zu verbringen und mit Hilfe von drei Wissenschaftlern diverse Untersuchungen, wie z.B. Zählungen der Individuenanzahlen von Miesmuscheln und Austern, Analysen des Nährstoffgehalts des Wassers an verschiedenen Probeorten und Mikroskopie von Planktonproben durchzuführen. Die Proben nahmen wir im Watt vor Wangerooge und Spiekeroog sowie im Hafen und an den Buhnen von Wangerooge.

B3 Auswirkung von Nanosilber auf Pflanzen

Annika Korn, Franziska Niers und Nils Fuhler

Windthorst-Gymnasium Meppen

Heutzutage werden immer mehr Nanopartikel verwendet; diese gelangen durch das Abwasser in die Umwelt und nehmen so Einfluss auf sie. Insbesondere ist hier Silber aufzuführen, das (wahrscheinlich) am häufigsten von Nanopartikeln verwendet wird und ein Biozid darstellt. In der vorliegenden Arbeit haben wir anhand von verschieden konzentrierten Lösungen mit kolloidalem Silber an verschiedenartigen Pflanzenbestandteilen untersucht, welche Auswirkung das Nanosilber auf Pflanzen hat.
Dabei sind wir zu dem Schluss gekommen, dass Nanopartikel erst in höheren Konzentrationen wirklich schädlich werden, da sich die Zellen/Pflanzen mit verschiedenen Schutzmechanismen schützen können.
Die Konzentrationen, die wir verwendet haben waren offensichtlich nicht hoch genug, um die Pflanzen nachhaltig zu schädigen.
Trotz allem ist jedoch nicht von der Hand zu weisen, dass eine unnötige Silberaufnahme (sei es nun in Nano- oder in normaler Form), zumindest langfristig gesehen, nicht förderlich für die Gesundheit ist.

B4 Geschlechtsdimorphes Verhalten während Brut und Aufzucht der Hildesheimer Wanderfalken

Merle Neumann und Stephanie Krippenstapel

Robert-Bosch-Gesamtschule Hildesheim

Wir haben uns im Rahmen unserer Hausarbeit im Seminarfach an unserer Schule mit dem Thema „Wiederbesiedlung urbaner Gebiete durch Wanderfalke und Uhu am Beispiel Andreasturm und Dom Hildesheim“ beschäftigt. Dabei fiel uns eine strukturierte Teilung der Aufgaben zwischen männlichem und weiblichem Wanderfalken auf dem Andreasturm auf.
Wir möchten klären, ob unsere Vermutungen bezüglich der Aufgabenteilung stichhaltig sind. Welche Aufgaben übernimmt wann welcher Partner? Daraus könnte auf Vorteile des geschlechtsdimorphen Verhaltens während Brut und Aufzucht geschlossen werden.
Da Wanderfalken sehr scheu sind und auf keinen Fall gestört werden dürfen, soll die Beobachtung des Horstes mittels einer ferngesteuerten Kamera erfolgen. Diese Aufnahmen werden von uns gesichtet und ausgewertet. Wir hoffen auf Erkenntnisse über besondere Verhaltensmuster und die dahinter erkennbaren Anpassungsstrategien für das erfolgreiche Aufziehen der Küken.

B5 - Landessieger - Brillenschafe - genetische Untersuchungen einer alten Haustierrasse

Nora Siefert

Wilhelm-Raabe-Schule Hannover

Brillenschafe sind eine alte, vom Aussterben bedrohte Haustierrasse. Der Erhalt alter Rassen ist genetisch sinnvoll, da so ein größerer Genpool erhalten bleibt. In dem Projekt geht es um die Untersuchung auf Reinrassigkeit einer kleiner Brillenschafherde aus dem Peiner Ökogarten der IGS Peine. Dazu werden allen Brillenschafen Proben aus der Mundschleimhaut entnommen und die DNA der Schafe auf sechs ausgewählte DNA-Sequenzen untersucht. Als Verfahren werden hier die Polymerase-Kettenreaktion (PCR) und die Gelelektrophorese gewählt. Am Ende dieses Verfahrens wird ein Ergebnis erwartet, welches zur Züchtung und damit zur Erhaltung der reinrassigen Brillenschafe genutzt werden kann. Damit kann die Haustierrasse geschützt werden und bleibt weiterhin bestehen. Bisher konnten für alle untersuchten Schafe brillenschaftypische Mikrosatelliten nachgewiesen werden, die auf eine Reinrassigkeit hindeuten. Untersuchungen, inwieweit tatsächlich brillenschafspezifische Allele vorliegen, laufen zurzeit noch.

B6 - 3.Platz - Können die in Antitranspirantien enthaltenen Aluminiumsalze zu Chromosomenbrüchen in menschlichen Lymphozyten führen?

Leona Suren

Theodor-Heuss-Gymnasium Göttingen

Ich habe die Wirkung von Deodorant, aluminiumhaltigem Antitranspirant und Aluminiumchlorhydrat im Vergleich zu einer nicht behandelten Kontrollkultur und einer mit Mitomycin C behandelten Positivkontrolle getestet. Die cytogenetischen Parameter waren der SCE-Test (Schwesterchromatidaustausch) und der Proliferationsindex. Pro Kultur wurden ca. 20 Zellen für den SCE-Test und mehr als 1000 Zellen für den Proliferationsindex ausgewertet. Der SCE-Test zeigte eine Erhöhung der SCEs unter Aluminiumchlorhydrat, ähnlich wie bei Mitomycin C. Der Proliferationsindex sank im Vergleich zur Kontrollgruppe in allen behandelten Kulturen. Die Erhöhung der SCE-Frequenz und die Verminderung des Proliferationsindex unter Aluminiumchlorhydrat kann vielleicht ein Hinweis auf eine mutagene Wirkung von Aluminiumverbindungen sein.

 

2018