2.01 Konkurrenzstärke von Torfmoos

Rieke Lischka, Jannik Pachal und Benedikt Kolbrink   Marion-D√∂nhoff-Gymnasium Nienburg 

Die Konkurrenzstärke von Torfmoos wird anhand verschiedener Parameter belegt. Torfmoos hat ein hohes Wasserspeichervermögen, bindet Ionen und säuert seine Umgebung an. Torfmoosextrakt wirkt als Fraßschutz und antibakteriell. Die obigen Sachverhalte werden unter Anderem durch Trockengewichtsbestimmung, Titration, Präferenzversuche mit Larven des Rosenkäfers und durch Aufbringen von Extrakt auf Bakterienkulturen bestätigt. Das Wirkstoffspektrum wird eingegrenzt.

2.02 Moor and more - Prozesse in Hochmooren

Justin M√ľller, Europaschule Gymnasium Westerstede

Durch den Einsatz fossiler Brennstoffe entsteht Kohlenstoffdioxid (CO2), das zur globalen Erderw√§rmung beitr√§gt. Neben Ozeane binden auch gesunde Hochmoore CO2 . Zus√§tzlich speichern Moore aber auch erhebliche Mengen an Nitraten und Phosphaten, die besonders aus trocken gelegten Mooren √ľber B√§che ins Meer gesp√ľlt werden k√∂nnen ‚Äď eine Eutrophierung droht. K√ľnstlich entw√§sserte Moore, geben CO2 wieder in die Atmosph√§re ab. In renaturierten Mooren tritt das Ph√§nomen eines hohen Phosphataustrages auf. In dieser Arbeit wurde in Mooren in Deutschland, Litauen und Lettland der Wasser-, Kohlenstoff-, Nitrat- und Phosphatgehalt gemessen und verglichen. Im Hollweger Moor (bei Westerstede) wurden au√üerdem die an den Stoffwechsel-Kreisl√§ufen beteiligten Bakterien und Pilze im Torf identifiziert.

2.03 Optimierung von Biofotoreaktoren durch Steigerung des Wachstums der Chlorella vulgaris mittels Salzen

Carina M√ľller und Ann-Kathrin Kufner, Herzog-Ernst-Gymnasium Uelzen

In unserer Arbeit beschäftigen wir uns mit Biofotoreaktoren, in denen mit Hilfe fotosynthetisch aktiver Algen das Kohlenstoffdioxid industrieller Abgase reduziert werden soll. Um die Effizienz der Reaktoren zu steigern, untersuchen wir den Einfluss verschiedener Salze auf das Algenwachstum. Außerdem entwickelten wir ein Modell eines solchen Reaktors. Hierbei nutzen wir die Erkenntnisse, die wir aus unseren Versuchen gewonnen haben.

2.04 Biogas in einer Wasserflasche

Imme Warnecke und Silvana Kreye, Marienschule Hildesheim

In unserer Arbeit untersuchen wir die Abh√§ngigkeit des Methangehalts verschiedener Substrate in einer selbstgebauten Biogasanlage. Es wurden verschiedene Substrate (Maisprodukte, Getreide, Laub und Zuckerr√ľbe) mit Impfschlamm aus einer Biogasanlage in eine Wasserflasche gegeben. Die aufsteigenden Gase wurden in einem Beutel aufgefangen und anschlie√üend analysiert.

2.05 Die biologische Bedeutung √§therischer √Ėle am Beispiel von Pflanzen und Bakterien

Christina Klamt und Theresa Wuitschick, Marienschule Hildesheim

Unsere Idee war, die Auswirkungen √§therischer √Ėle auf das Wachstum von Joghurtbakterien und Kressesamen zu untersuchen. Dazu haben wir zwei Versuche mit vier verschiedenen √§therischen √Ėlen durchgef√ľhrt. Zuerst setzten wir Kressesamen den D√§mpfen √§therischer √Ėle aus und beobachteten das Wachstum √ľber mehrere Tage hinweg. Im zweiten Versuch haben wir dann N√§hrb√∂den mit Joghurtbakterien beimpft und in die Petrischalen dann zus√§tzlich einen Tropfen √§therisches √Ėl gegeben. Bei beiden Versuchen konnten wir beobachten, dass √§therische √Ėle eine wachstumshemmende Wirkung besitzen, die sich je √Ėl unterschiedlich stark auf das jeweilige Wachstum auswirken.

2.06 Terra Preta - F√ľr uns heute noch von Nutzen?

Till Hennig, Gymnasium Marianum Meppen
Nico Nachtigall, Windthorst-Gymnasium Meppen

K√∂nnen wir Terra Preta, die schwarze, fruchtbare Erde der Indios, nachahmen, um so unsere einheimischen B√∂den auf √∂kologische Art fruchtbarer zu machen? Um eine Antwort auf diese Frage zu bekommen, f√ľhrten wir zun√§chst, ausgehend von Rezepturen, die wir im Internet fanden, erste Versuche im heimischen Garten durch. F√ľr die zweite, weiterf√ľhrende Versuchsreihe mit rund 300 Pflanzen durften wir das Gew√§chshaus und die Rohstoffe der Klasmann-Deilmann GmbH nutzen. Unser Hauptaugenmerk galt der Kohle, einem Bestandteile der Terra Preta. Wir entdeckten, dass eine Kohlenbeimischung von 7% das beste Pflanzenwachstum hervorruft. Mit der Einlagerung von CO2 k√∂nnte so auch ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden.

2.07 Untersuchungen zur D√ľrretoleranz von Althaea officinalis L.

Landessieger

David Br√ľckner, Ratsgymnasium Osnabr√ľck

In meinem Projekt habe ich am Beispiel des Echten Eibisch (Althaea officinalis) die Reaktion gef√§hrdeter einheimischer Arten auf D√ľrreperioden, die durch den Klimawandel hervorgerufen werden k√∂nnten, untersucht. Ich habe Versuchspflanzen unterschiedlich langen D√ľrreperioden ausgesetzt und ihre Reaktion gemessen. Dazu habe ich die Chlorophyllfluoreszenz mit einer speziellen Kamera sichtbar gemacht. Es zeigte sich, dass Althaea D√ľrreperioden bis zu sechs Tage ohne Sch√§den √ľberstehen kann, w√§hrend die √úberlebenschance ab acht Tagen gering ist. Sie ist also hochgef√§hrdet. Gleiches k√∂nnte f√ľr andere einheimische Pflanzen gelten.

2.08 Stoffwechselaspekte immobilisierter Hefezellen

Laura Schmiemann, Gymnasium Kleine Burg Braunschweig

Bei meinen zahlreichen Experimentalreihen immobilisierte ich Hefekugeln in Alginatkugeln und bestimmte √ľber die Kohlenstoffdioxidentwicklung (Aufsteigen der Hefe-Alginat-Kugeln) die Stoffwechselaktivit√§t in Abh√§ngigkeit von verschiedenen Parametern wie z.B. Temperatur, pH-Wert oder Art des Substrates. Da mir dieses Verfahren zu ungenau erschien, entwickelte ich ein neues Messverfahren, bei dem ich die Farb√§nderungen von Redoxindikatoren nutzte. √úber photometrische Messungen kam ich zu wesentlich exakteren Ergebnissen. Au√üerdem konnte ich weitere Fragen kl√§ren, wie: Warum verarbeiten die immo-bilisierten Hefezellen die angebotene St√§rkel√∂sung nicht? Leben die Hefezellen in den Alginatkugeln weiter oder sind nur noch ihre Enzyme aktiv?

 

2018