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G1 Ein jungsteinzeitliches Erdwerk - weiterf√ľhrende Untersuchungen

Anna Hunkemöller und Violetta Zimmermann

Hoffmann-von-Fallersleben-Schule Braunschweig

 

In dieser Arbeit besch√§ftigen wir uns mit einem 6.000 Jahre alten Erdwerk in Salzgitter Beinum, wo sich heutzutage nur noch eine Ackerfl√§che befindet. Im letzten Jahr haben wir durch Bodenwiderstandsmessungen die Struktur der kreisf√∂rmigen Grabenanlage nachweisen k√∂nnen. Dieses Jahr haben wir unser Messgebiet erweitert, die Grabenstruktur weiter erforscht und sind dabei auf die Genauigkeit der nun vorliegenden 26.000 Daten eingegangen. Au√üerdem versuchten wir durch weitere geowissenschaftliche Methoden mehr √ľber das Erdwerk herauszufinden. Dabei erstellten wir unter anderem geoelektrische Sondierungen und entnahmen Bohrstockproben. Historische Nachforschungen zeigten, dass sich zu der Zeit vermutlich die Laktose-Vertr√§glichkeit in Mitteleuropa ausbreitete.

G2 Geschwindigkeitskontrollen in der galaktischen Nachbarschaft

Malte Lauritzen und Paul Braemer

Albert-Einstein-Gymnasium Buchholz

 

Unsere Jufo-Arbeitsgruppe ist fasziniert von den hohen Geschwindigkeiten, mit denen sich Himmelsk√∂rper bewegen. Da man eine Positions√§nderung eines K√∂rpers au√üerhalb unseres Sonnensystems nicht direkt beobachten kann, benutzen wir den Dopplereffekt der Wellenl√§ngen√§nderung im Licht des Himmelsk√∂rpers, der uns dessen relativen Geschwindigkeitsunterschied und seine Eigenrotation verr√§t.

Daf√ľr messen wir mit einem hochaufl√∂senden Spektrometer, √ľber das unsere Schulsternwarte verf√ľgt, die Verschiebung und Rotationsverbreiterung geeigneter Absorptionslinien im jeweiligen Spektrum heller Sterne. Mit Hilfe der Doppler-Formel berechnen wir daraus die Relativgeschwindigkeit. Unsere Geschwindigkeitskontrollen begannen wir am Jupiter, dessen Bahngeschwindigkeit und hohe Eigenrotation von ca. 10 Stunden im reflektierten Sonnenlicht eine Dopplerverschiebung der Absorptionslinien verursacht. Diesen Effekt konnten wir auch bei Sternen unterschiedlicher Spektralklassen messen und berechnen.

G3 Weiß gegen Heiß?

Tjark Burkhard Meents

Gymnasium Brake

 

Angeregt durch die Medienberichte √ľber die Klimaerw√§rmung und den damit verbundenen Konsequenzen f√ľr die norddeutsche Ebene habe ich √ľberlegt, mit welchen Mitteln der Einzelne bzw. die Gesamtheit der Klimaerw√§rmung entgegenwirken kann. Meine Arbeit befasst sich mit dem R√ľckgang der Eisfl√§chen und beleuchtet den Albedo-Effekt. Es wird dargestellt, wie sich durch Ausnutzung des Albedo-Effekts eine Relativierung des CO2 Ausstosses auswirken k√∂nnte, wenn die reflektierbaren Fl√§chen der in Deutschland zugelassenen Personenkraftwagen wei√ü w√§ren. Anhand eigener Messungen mit einem selbst entwickelten Albedometer werden die theoretischen Erkenntnisse in einer Blackbox mit Modellautos √ľberpr√ľft.

G4 Einfluss der kosmischen Strahlung auf die Wolkenbildung

Maria Mironova

Theodor-Heuss-Gymnasium Göttingen

 

Kosmische Strahlung kann man weder sehen noch f√ľhlen, doch trotzdem hat sie in vielf√§ltiger Weise Auswirkungen auf unsere Umwelt. So besteht seit einigen Jahrzehnten die kontroverse These, dass ionisierende Strahlung aus dem Weltall die Wolkenbildung und damit unser Klima nachhaltig beeinflusst. Diese These wird auch am CLOUD-Experiment am CERN untersucht. In der ‚Äěsaubersten Box der Welt‚Äú werden Atmosph√§ren mit unterschiedlichen Gaszusammensetzungen simuliert und die entstehenden Kondensationspartikel mit verschiedenen Messger√§ten nachgewiesen. In den Projektwochen des Netzwerk Teilchenwelt durfte ich zwei Wochen lang an einem der Massenspektrometer an der CLOUD-Kammer mitarbeiten und die dabei entstanden Messdaten auswerten. Dar√ľber hinaus habe ich versucht, die Auswirkungen der kosmischen Strahlung auf die Kondensationsprozesse theoretisch zu betrachten.

 

2018